Damit Kinder sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen, unterwegs sind, war Martina Albig, Außenstellenleiterin der Regionalbus Ostbayern (RBO) Hof, mit dem Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Naila, Helmut Hüller, an der Freien Montessori Schule in Berg. Für den praktischen Teil hatten sie einen Linienbus mit Fahrmeister Thomas Troidl aus Weiden mit. Sinn der „Busschule“ ist eine umfassende kindgerechte Verkehrserziehung. Verkehrserzieher Hüller erklärt, dass an der Schulbushaltestelle nicht gedrängelt und geschubstwerden dürfe und man auch nicht zu nah an der Fahrbahn stehen soll. Beim Einsteigen trage man den Schulranzen in der Hand, weil der Gang schmal ist und man womöglich seinen Hintermann beim Abnehmen verletzten kann. „Ganz wichtig ist nach dem Aussteigen, den großen Bus erst wegfahren zu lassen, bevor ihr die Straße überquert“, appellierte der Polizist. „Erst dann habt ihr genügend Sicht, um herannahende Autos zu erkennen und auch die Autofahrer sehen euch dann.“ Nach dem theoretischen Teil ging es zum Linienbus. Spielerisch stellen die Schüler unter Anleitung von RBO-Außenstellenleiterin Albig Alltagssituationen nach: Sicheres Warten an der Haltestelle, reibungsloses Einsteigen in den Bus, richtiges Sitzen und Stehen. Die Kinder lernen, wie wichtig es ist, aufeinander Rücksicht zu nehmen und den Bus erst dann zu betreten, wenn er vollständig zum Halten gekommen ist und der Fahrer das Zeichen zum Einsteigen gibt. Anschaulich demonstrierte Busfahrer Thomas Troidl den großen Schwenkbereich eines Busses und den deswegen notwendigen Sicherheitsabstand. Wie wichtig das richtige Festhalten und ein sicherer Stand im Bus sind, erlebten die Kinder bei einer Bremsung bei 30 Stundenkilometern mit dem Gang stehenden gefüllten Wasserkanistern, die zum Verblüffung der Kinder rasant nach vorne schossen. Und das, obwohl der Bus nicht einmal schnell war.

2015 10 02 Seite 21 Foto

 


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